Überprüfen und reparieren Sie bei Fehler das Dateisystem
Wenn Sie beim Schreiben von Dateien den Fehler „I/O lnput-Output“ angezeigt bekommen, ist wahrscheinlich das Dateisystem beschädigt. In diesem Fall sollten Sie Ihr Dateisystem auf mögliche Fehler überprüfen. Verwenden Sie dazu das Tool fsck. Mit diesem Programm prüfen Sie das Dateisystem auf Fehler und lassen diese automatisch korrigieren.
Achtung! Bevor Sie mit diesem Tool eine Partition auf Fehler untersuchen, müssen Sie die Partition unbedingt mit dem Kommando umount<Partitionsname> [Enter] aus dem Dateisystem aushängen.
Prüfen sie mit “fsck” auf Fehler
1. Das Tool fsck kann verschiedene Dateisysteme auf Fehler prüfen. Loggen Sie sich dazu in einem Terminal-Fenster („Anwendungen – Zubehör – Terminal“) als Administrator ein, indem Sie unter Ubuntu sudo su [Enter] beziehungsweise unter Suse su – [Enter] eingeben.
2. Geben Sie dann den Befehl fsck ein und drücken Sie zweimal die Tabstopp-Taste. Sie erhalten dann in der Anzeige eine komplette Liste der unterstützten Systeme. Mit fsck.ext [Enter] überprüfen Sie beispielsweise Ext3-Dateisysteme. Ohne Angabe des Dateisystems zum „fsck“-Befehl versucht das Programm, den Typ des zu prüfenden Dateisystems automatisch zu ermitteln.
3. Der Befehl fsck /dev/hda2 [Enter] prüft das Dateisystem der Partition „/dev/hda2“.
4. Hat das Tool Fehler entdeckt, meldet es diese und bittet Sie zur Reparatur um eine Bestätigung mit der y-Taste. Dies kann bei einer großen Zahl von Fehlern mühselig werden. Abhilfe schaffen Sie mit dem Parameter „p“ (fsck –p /dev/hda2) mit dem Sie für eine automatische Reparatur ohne Nachfragen sorgen.
5. Kann fsck bei einem Reparaturvorgang Dateien oder Verzeichnisse nicht mehr richtig zuordnen, werden diese mit numerischem Namen im Systemordner „lost+found“ der betreffenden Partition gespeichert.
Tipp: Falls Dateisystemfehler häufiger vorkommen, sollten Sie Ihre Festplatte überprüfen und unbedingt Ihre Daten sichern. Ihre Dateisysteme werden normalerweise automatisch in regelmäßigen Abständen überprüft.
Tipp: Wie oft Ihr Dateisystem auf Fehler überprüft wird, ist in der Konfigurationsdatei /etc/fstab festgelegt. Wie die aktuelle Einstellung auf Ihrem System lautet, erfahren Sie mit dem Tool tune2fs. Der Kommandozeilenbefehl tune2fs -l / dev/hda5 [Enter] den Sie als Administrator eingeben, zeigt Ihnen sämtliche Einstellungen für die Partition „/dev/hda5“ an.
In der Ausgabe suchen Sie nach der Zeile „Maximum mount count“; die Zahl daneben bestimmt, nach wie vielen Einhängevorgängen das Dateisystem geprüft werden soll, meist 30. Wie oft das Dateisystem seit der letzten Prüfung eingebunden wurde, verrät Ihnen die Zeile „Mount count“. In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, den Abstand der Prüfzyklen selbst zu bestimmen: Bei weniger häufig genutzten Datenpartitionen können Sie den Wert beispielsweise heraufsetzen, bei viel genutzten Partitionen dagegen einen niedrigeren Wert angeben und damit häufigere Prüfungen veranlassen.
Der Befehl tune2fs -c 50 /dev/hda5 [Enter] setzt den Prüfzyklus für die Partition hda5 auf „alle 50 Mounts“. Das ist etwa bei Rechnern sinnvoll, die nicht allzu oft neu gestartet werden.
